Feuer kann innerhalb kürzester Zeit zu einer erheblichen Gefahr für Menschen, Bauwerke und sicherheitsrelevante Konstruktionen werden. Umso wichtiger ist es, bereits bei der Planung auf geeignete und zugelassene Befestigungssysteme zu setzen, deren Verhalten im Brandfall nachgewiesen ist.
Viele Europäische Technische Bewertungen (ETAs) beinhalten neben den Tragfähigkeiten im Normalfall auch eine Bewertung des Verhaltens der Befestigung im Brandfall. Die entsprechenden Leistungswerte werden entweder auf konservativer Grundlage berechnet oder durch Brandversuche ermittelt. Grundlage dieser Versuche ist die Einheitstemperaturkurve (ETK), wie sie in der ISO 834 definiert ist. Sie beschreibt die thermische Beanspruchung, wie sie für Brände im allgemeinen Hochbau zugrunde gelegt wird.
Bei Bränden in Tunneln gelten jedoch besondere Bedingungen. Verunfallte Tanklastzüge können mit ihren transportierten Kohlenwasserstoffen zu extremen Brandlasten führen. Die Folge sind sehr steile Temperaturanstiege und deutlich höhere Temperaturen innerhalb kürzester Zeit. Die bei Tunneln anzunehmende thermische Beanspruchung von Befestigungen liegt dadurch erheblich über der eines Brandes im Hochbau.
Um diesen besonderen Anforderungen Rechnung zu tragen, können Planer und Ingenieure auf spezielle Gutachten zurückgreifen, in denen durch unabhängige Prüfinstitute ermittelte Feuerwiderstände für Tunnelbrände bescheinigt werden. MKT verfügt über entsprechende Gutachten für verschiedene Produkte, die typischerweise auch in Tunnelbauwerken zum Einsatz kommen: die Bolzenanker BZ3, BZ3 dynamic und BZ plus, den Nagelanker N sowie die Injektionssysteme VMZ und VMZ dynamic.
Damit stehen belastbare Leistungsdaten für den Brandfall in unterschiedlichen Anwendungen zur Verfügung – sowohl für den allgemeinen Hochbau als auch für die besonderen Anforderungen im Tunnelbau.
18.08.2026





