Warum gerissener Beton bei der Dübelwahl entscheidend ist

Sicher befestigen: Warum gerissener Beton bei der Dübelwahl entscheidend ist

Risse im Beton sind nicht automatisch ein Zeichen für einen Schaden. Für Planer und Anwender ist entscheidend, ob eine Befestigung in gerissenem oder ungerissenem Beton ausgeführt wird – denn diese Unterscheidung hat direkten Einfluss auf die Qualifizierung, die Bemessung und die Auswahl des passenden Dübels.

Gerissener Beton ist ein normaler Bemessungsfall

Beton kann Druckkräfte sehr gut aufnehmen, ist bei Zugspannungen jedoch nur begrenzt belastbar. In den Zugzonen eines Bauteils entstehen deshalb unter bestimmten Einwirkungen Risse. Bei einer fachgerechten Planung werden diese Risse berücksichtigt: Sie verteilen sich über das Bauteil, während ihre Breite durch die konstruktive Auslegung kontrolliert wird.

„Gerissener Beton“ bedeutet daher nicht unbedingt, dass ein Bauwerk geschädigt oder nicht sicher ist. Es beschreibt zunächst eine physikalische Situation im Bauteil, die bei der Planung von Befestigungen berücksichtigt werden muss.

Was bedeutet das für die Befestigung?

Ein Dübel muss seine Last auch dann sicher in den Beton einleiten können, wenn sich im Bereich der Verankerung ein Riss befindet. Ein Riss kann die Wirkungsweise eines Dübels beeinflussen – beispielsweise bei der Lastübertragung, beim Spreizen oder beim Verbund zwischen Anker und Beton. Deshalb ist „gerissener Beton“ ein wichtiges Kriterium bei der Prüfung und Qualifizierung von Dübeln sowie bei ihrer späteren Bemessung.

Für Planer und Anwender bedeutet das vor allem: Die Befestigung muss zur tatsächlichen Einbausituation passen. Können Risse nicht sicher ausgeschlossen werden, sind Dübel zu verwenden, die für gerissenen Beton zugelassen und für den vorgesehenen Anwendungsfall geeignet sind.

MKT bietet Lösungen für unterschiedliche Anforderungen

MKT unterstützt Planer und Anwender mit Befestigungslösungen für unterschiedliche Untergründe, Lasten und Einbausituationen. Dazu gehören auch zugelassene MKT-Dübel und -Ankersysteme, die für Anwendungen in gerissenem Beton bewertet sind. Sie können mit den zu erwartenden Risssituationen umgehen und die auftretenden Lasten sicher in das Bauteil übertragen – vorausgesetzt, Auswahl, Bemessung und Montage erfolgen entsprechend der jeweiligen Zulassung.

Für die Planung sind dabei nicht nur der Dübeltyp und der Durchmesser entscheidend. Auch Betonfestigkeit, Risszustand, Setztiefe, Randabstände, Achsabstände, Lastrichtung und Montagebedingungen beeinflussen die Tragfähigkeit. Die Europäische Technische Bewertung (ETA) des jeweiligen Produkts enthält hierfür die maßgebenden Leistungswerte und Anwendungsbedingungen.

Die richtige Entscheidung beginnt bei der Planung

Wer frühzeitig klärt, ob Risse im Beton auftreten können, schafft die Grundlage für eine sichere und wirtschaftliche Befestigung. Die passende MKT-Lösung wird dann nicht erst auf der Baustelle gesucht, sondern bereits in der Planung gezielt ausgewählt und bemessen.

So wird aus einem vermeintlichen Problem ein klar definierter Bemessungsfall: Gerissener Beton ist eine normale Eigenschaft des Baustoffs und mit dem dafür geeigneten, zugelassenen Dübel sicher beherrschbar.

Maßgeblich sind immer die ETA des eingesetzten MKT-Produkts, die darin festgelegten Anwendungsbedingungen sowie die einschlägigen Bemessungsregeln.

 

17.09.2026

 

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